DynDNS mit Strato und Fritzbox

Wer eine dynamische, d.h. eine sich hin und wieder ändernde, IP Adresse für seinen Anschluss hat, steht häufig vor dem Problem, diese IP Adresse zu kennen, um beispielsweise auf Dienste hinter dieser Adresse zugreifen zu können. Das könnten eine Webseite oder ein VPN Dienst zuhause sein. Für diejenigen, die eine Fritzbox als Router nutzen und Domains bei Strato registriert haben, gibt es eine relativ einfache Lösung (sicherlich oft auch ganz ähnlich mit anderen Routern und anderen Domain-Providern machbar).

Noch ein Hinweis: wer nur DS-Lite an seinem Internet-Anschluss bekommt, hat leider Pech gehabt, da dann prinzipiell keine Verbindung von außen über IPv4 möglich ist – da hilft nur noch auf IPv6 umzusteigen (oder den Anschluss zu wechseln).

Folgendes muss für den einfachen Zugriff über eine Domain auf die dynamische IP Adresse eingerichtet werden:

Bei Strato

Bei Strato meldet man sich in seinen Verwaltungsbereich an und geht in den Bereich der Domainverwaltung (zu finden unter Domains). Dort legt man sich zuerst eine separate Subdomain für das dynDNS an; das könnte beispielsweise so etwas wie

dyndns.mydomain.net

sein.

Danach muss dynDNS für diese neue Subdomain aktiviert werden – das geht unter: Subdomain verwalten → DNS Verwaltung → Dynamic DNS verwalten. Hier muss man dann folgendes auswählen: DynDNS Status: DynDNS aktiviert.

Auf der Fritzbox

Jetzt gilt es auf dem Router einzurichten, dass er die eigene IP Adresse an Strato sendet (die dort dann auf die Subdomain abgebildet wird). Das geht unter: Internet → Freigaben → Dynamic DNS. Dort setzt man folgendes (die Angaben müssen für die Domains etc. natürlich entsprechend angepasst werden:

  • Dynamic DNS: Haken (ja)
  • Dynamic DNS-Anbieter:
    Benutzerdefiniert
  • Update-URL:
    https://dyndns.strato.com/nic/update?system=dyndns&hostname=mysubdomain.mydomain.net&wildcard=OFF&backmx=NO&offline=NO
  • Domainname:
    mysubdomain.mydomain.net
  • Benutzername:
    mydomain.net
  • Kennwort:
    Strato-passwort

Voilà

Danach kann man über mysubdomain.mydomain.net (ersetzt durch die eigene Subdomain) direkt auf die dynamische IP Adresse zugreifen. Überprüfen kann man das auf Windows mit nslookup mysubdomain.mydomain.net und auf Linux mit host mysubdomain.mydomain.net – in beiden Fällen sollte nach ein paar Minuten die (sich hin und wieder ändernde) IP Adresse der Fritzbox angezeigt werden.

Je nachdem, was schlussendlich damit gemacht werden soll, muss auf dem Router natürlich noch eine Port-Weiterleitung auf den Service, den man nutzen möchte eingerichtet werden. Auf einer Fritzbox findet man die Port-Weiterleitung unter „Internet“, dann „Freigaben“ und schließlich der Reiter mit „Portfreigaben“: dort richtet man unter „Neue Portfreigabe“ das ein, was man braucht.

Port-Weiterleitung Fritzbox
Port-Weiterleitung auf einer Fritzbox

In diesem Beispiel würde der TCP-Port 80 der aus dem Internet auf der Fritzbox ankommt an den Server im lokalen Netz mit der IP-Adresse 192.168.200.100 (man kann alternativ aber auch einen Rechnernamen auswählen) wiederum auf den Port 80 des lokalen Servers weitergeleitet.

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